Rund um die Stimme

Ich beschäftige mich seit über 25 Jahren mit Stimme und ihren Ausdrucksmöglichkeiten. Im Laufe dieser Zeit habe ich gelernt, dass es niemals „nur“ um Stimme geht, es geht immer um den gesamten Menschen. Also um den Körper, die Körperhaltung, die Körperwahrnehmung. Es geht um Atem. Es geht aber auch um die Gedanken, denn sie erzeugen Gefühle. Und wir klingen so, wie wir uns fühlen.
Es geht um Klang, um Schwingung. Und genauso, wie eine Saite nur klingen kann, wenn sie nicht abgedämpft wird, wird die Stimme sich nur dann in voller Kraft entfalten, wenn wir lernen, die richtigen Muskeln anzuspannen und alles andere locker zu lassen.
Es geht weiters darum, sich beim Singen gut zu erden. Das ist eine spannende Sache. Wann bin ich gut geerdet? Es reicht nicht, an die Füße zu denken, denn oberflächliches Denken zieht die Energie stets in den Kopf. Viel hilfreicher ist es, die Knie zu lockern, damit das Körpergewicht besser in den Boden fließen kann.

Alleine das Thema „wie atme ich richtig beim Singen?“ würde ein ganzes Buch füllen, so viele unterschiedliche Ansätze gibt es.
Ich biete mittlerweile meinen Schülern unterschiedliche Atemübungen an: solche, die das Zwerchfell stärken und optimal  trainieren um lange und freie Töne zu singen. Und solche, die die Beziehung zum eigenen Atem vertiefen. Atemarbeit ist in meinen Augen Selbsterfahrung, es reicht nicht, bloß Übungen nachzumachen, es ist wichtig, mit dem eigenen Atem immer vertrauter zu werden. Wer gut mit dem Atem verbunden ist, lernt, sich selbst zu lieben. Eine gute Voraussetzung, um selbstbewusst auf einer Bühne zu stehen 🙂

Es sind also viele Aspekte, die in den Gesangsunterricht einfließen und dazu führen, Stimme, Atem, Gedanken und Körperhaltung in Einklang zu bringen. Um all diesen Aspekten gerecht zu werden und sie zu vertiefen, veröffentliche ich auf dieser Seite regelmäßig Beiträge rund um die Stimme.
Ich freue mich über Kommentare und wünsche dir viel Spaß beim Lesen!